Irish Red Setter

Entwicklung der Rasse:

Die beiden irischen Arten können wohl als die ältesten Setterrassen bezeichnet werden. Diese Hunde entwickelten sich ausschließlich in Irland und zeigten früh eine gewisse Kontinuität in Typ und Leistung. Die Iren stammen ebenfalls aus frühen Spanielschlägen, wobei in den alten Aufzeichnungen meistens von „rot-weißen“ oder allenfalls „überwiegend roten“ Settern die Rede ist. Woher der IRS schließlich sein konstant einfarbiges, kastanienrotes Fell erhielt ist ungewiss. Möglichwerweise waren es Zufallspaarungen, möglicherweise aber auch das gezielte Einkreuzen von rotbraunen, irischen Wasserspaniels, die das einfarbige Rot hervor brachten. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die beiden Farbschläge bereits parallel entwickelten. Die berühmtesten Züchter waren Lord de Freyne und seine Nachkommen in Frenchpark, im nördlichen Irland. Sie führten bereits ab 1793 über viele Jahrzehnte ein privates Stammbuch, und nannten ihre Hunde „Modder Rhu“ (gälisch: „der rote Hund“). Der IRS galt bald als exzellenter Jagdgehilfe und mit seiner prächtigen Erscheinung wurde er ungeheuer populär, so dass er seinen rot-weißen Vetter Ende des 19.Jahrhunderts bereits weitgehend verdrängt hatte.

Wesen:

Der rote Ire ist durch seine elegante Erscheinung und sein prachtvolles rotes Haarkleid zum bekanntesten Setter geworden. Auch er ist ein ausgesprochen freundlicher, charmanter und sanfter Hund. Insbesondere die jungen Racker lieben es draußen zu rennen und wild zu toben. Als Hausgenosse ist er sehr angenehm, eher zurückhaltend und sensibel. Er braucht den engen Kontakt zu seiner Familie sowie eine geduldige, liebevolle, aber konsequente Erziehung. Er ist pfiffig und lernt gerne, gelegentlich hat er aber auch seine eigene Vorstellung davon, was Sinn macht. Im freien Gelände ist er lebhaft und sehr schnell. Jagdsinn und Ausdauer sind – ebenfalls ganz settertypisch- enorm.

Aussehen:

Die Schulterhöhe beträgt 58-67 cm bei Rüden, bzw. 55 – 62 cm bei Hündinnen (FCI-Standard).  Der Körperbau wirkt rassig, elegant und dennoch athletisch. Er hat eine schmale Kopfform, mit markantem Hinterhauptbein und tief am Kopf angesetzten Ohren. Das Haarkleid ist lang, glatt und seidig weich. Unverwechselbares Merkmal ist die herrliche, leuchtende Fellfarbe in sattem Kastanien- oder Mahagonirot, gelegentlich mit einem kleinen weißen Stirn- oder Brustfleck.

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