English Setter

Entwicklung der Rasse:

Die Vorfahren der heutigen English Setter stammen wohl aus verschiedenen Schlägen des Springer- und des Wasserspaniels, gekreuzt mit Pointerblut. Es ist kein Geheimnis, dass Sir Edward Laverack (1797-1877) der große Liebhaber und Förderer dieser Rasse war. Er begann als junger Mann mit der Zucht, die er mit den beiden schwarz-weißen Settern „Ponto“ und „Old Moll“ begann. Mit diesem ersten Zuchtpaar und dessen Nachkommen betrieb er über viele Jahre hinweg strenge Inzucht, wobei er seine Junghunde angeblich bewusst in den rauen schottischen Highlands trainierte. Nur wer den dortigen harten Bedingungen Stand hielt, kam für die Zucht in Frage. Er entwickelte Hunde, die einen stabilen, äußerlichen Typ zeigten und exzellente Vorsteheigenschaften boten, ganz im Sinne seines ursprünglichen Ziels schöne und gleichzeitig leistungsstarke Jagdhunde zu züchten. Sie waren bald bis über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Mit zunehmendem Alter legte Sir Laverack jedoch immer mehr Wert auf die Schönheit der Tiere, so dass die berühmten Laverack-Setter schließlich bei den großen Field Trials chancenlos wurden.  In dieser Zeit schlug die Stunde des Walisers Mr. Purcell Llewellin (1840-1925), der den idealen Feldhund züchten wollte und für den Äußerlichkeiten unwichtig waren. Er gründete mit seiner Arbeitslinie einen eigenen Setterstamm („Llewellin-Setter“) aus einer Kreuzung von Laverack-, Gordon- und Irish Setter, und war damit sehr erfolgreich.

Wesen:

Der English Setter ist ein ausgesprochen angenehmer, sanfter und meistens recht ruhiger Hausgenosse. Allerdings gibt es auch unter den jungen Engländern gelegentlich sehr ungestüme Strolche. Dennoch ist er ein freundlicher, anhänglicher und sensibler Hund, der die Nähe zu seinen Menschen und eine feinfühlige Erziehung braucht.  Er ist sehr kooperativ, auch wenn sich manchmal eine gewisse Eigensinnigkeit nicht leugnen lässt. Wie alle Setter ist er draußen ausgesprochen aktiv und liebt es sich zu bewegen und zu rennen. Die nie zu unterschätzende Jagdpassion muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden, was sehr viel Zeit, Geduld und konsequentes Training erfordert.

Aussehen:

Gemäß FCI-Standard soll die Größe der Rüden 65–68 cm, die der Hündinnen 61–65 cm betragen. Oft sind die Hunde aus Arbeitslinien aber deutlich kleiner.

Das Haar ist lang, leicht gewellt, fein und seidig. Die Farbvariationen sind recht vielfältig. Grundfarbe ist immer weiß, mit leichtem Perlmuttschimmer, und mit mehr oder weniger ausgeprägten Anteilen der Farben schwarz, orange oder braun, als Tupfen oder Platten. Die leicht verwaschen erscheinende Tüpfelung wird „belton“ genannt, seitdem Sir Laverack die Farbgebung seiner Hunde nach dem Dorf „Belton“ in Northumberland benannt hat. Weiß mit schwarz wird demzufolge „blue belton“ genannt, weiß mit orange „orange belton“ und weiß mit braun „liver belton“.  Dreifarbige Hunde („Tricolor“) haben zusätzlich an Kopf, Brust und Pfoten lohfarbene Abzeichen (engl.: tan). Dementsprechend gibt es zwei Tricolor Farben: „blue belton & tan“ sowie „liver belton & tan“.  „Roan“ nennt man ein Beltonmuster von großer Intensität, so dass nur noch an wenigen Stellen die weiße Grundfarbe sichtbar ist.

Die Welpen kommen immer weiß zur Welt, etwas größere Farbplatten können bei der Geburt schon  vorhanden sein. Die typische Tüpfelung beginnt aber erst mit ca. 2-3 Wochen und verstärkt sich im Laufe der Zeit.

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